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Technik

Kurzbeschreibung des Verfahrens


Die Trocknungsanlage besteht zunächst aus einer Klärschlammannahme mit einer Waage und zwei Annahmebunkern. Die Anlieferung der entwässerten Klärschlämme erfolgt mittels Container auf LKW oder Sattelzügen. Der aus den Bunkern entnommene Klärschlamm wird einer Störstoffabscheidung zugeführt, anschließend wird er über Schnecken in zwei Speichersilos befördert und dort bis zur Verarbeitung zwischengelagert. Sowohl die Bunker als auch die Speichersilos verfügen über eine Abluftabsaugung mit nachgeschalteter Abluftbehandlung in einem Biofilter.

Die Trocknung des Schlamms erfolgt in zwei parallel betriebenen Bandtrocknern, die werden aus den Speichersilos mit Klärschlamm versorgt. Der entwässerte Klärschlamm wird hierzu mittels Beschickungspumpen auf dem vorderen Teil der Bandtrocknungsanlagen über eine Pelletiervorrichtung aufgebracht. In den Trocknern befinden sich jeweils ein oberes und ein unteres Trocknungsband. Auf diesen Bändern durchläuft der Schlamm die Trocknungszone. Diese ist aus verschiedenen Segmenten aufgebaut, welche wiederum mit unterschiedlichen Temperaturen betrieben werden.

Nordansicht Trocknergebäude   Südansicht Trocknergebäude
 
Westansicht Trocknergebäude   Ostansicht Trocknergebäude
 

Nach der Trocknung wird der Klärschlamm in zwei Silos befördert und dort zwischengespeichert. Aus den Silos wird er mittels Tanklastzügen abgefahren und zur thermischen Verwertung (z.B. in die Zementindustrie) abgegeben. Die Silos und die Abgabevorrichtungen verfügen über Staubfilter, so dass kein Staub in die Umgebung abgegeben wird. Eine Geruchsbeladung der bei der Lagerung des getrockneten Klärschlammes bzw. bei der Entleerung der Silos verdrängten Luft ist aufgrund der Hygienisierung des Klärschlammes während des Trocknungsvorganges nicht zu erwarten.
Das aus dem Klärschlamm verdampfte Wasser wird mit der Abluft aus dem Trockner ausgetragen. Im Zuge der Abluftreinigung wird der Wasserdampf auskondensiert und als Abwasser aus dem Trocknungsprozess ausgeschleust. Die hierbei freiwerdende Kondensationswärme wird durch Kühler aus dem Prozess ausgekoppelt und in die Umgebungsluft abgeführt.

Die Abluft aus der Trocknungsanlage wird einer mehrstufigen chemischen Abluftbehandlung und einem nachgeschalteten, abgedeckten Biofilter zugeführt. Anschließend wird die gereinigte Abluft über einen Kamin in die Umgebung abgegeben.

Die Versorgung der Anlage mit thermischer und elektrischer Energie sowie weiteren benötigten Medien (z.B. Brauchwasser) erfolgt über das Müllkraftwerk, ebenso soll die Anlage an die bestehende Kraftwerksleittechnik angebunden werden.

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